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Vom Personenverkehr in den Güterverkehr wechseln – Was Lokführer wissen müssen

02.06.2026 · Fair Personal GmbH

Lokführer Wechsel vom Personenverkehr in den Güterverkehr

Vom Personenverkehr in den Güterverkehr wechseln: Was Lokführer wissen müssen

Viele Lokführer beginnen ihre Karriere im Personenverkehr und sammeln dort wertvolle Erfahrungen auf Regionalbahnen, S-Bahnen oder im Fernverkehr. Doch irgendwann stellt sich für viele die Frage: Kann man als Lokführer in den Güterverkehr wechseln – und braucht man dafür eine komplett neue Ausbildung?

Die gute Nachricht: In den meisten Fällen ist keine neue Ausbildung erforderlich. Wer bereits als Triebfahrzeugführer tätig ist, bringt die wichtigste Grundlage bereits mit. Dennoch gibt es einige zusätzliche Qualifikationen und betriebliche Schulungen, die für den Einsatz im Güterverkehr notwendig sein können.

Kann ein Lokführer direkt in den Güterverkehr wechseln?

Grundsätzlich ja. Wer über einen gültigen Triebfahrzeugführerschein verfügt und bereits im Personenverkehr eingesetzt wurde, erfüllt die wichtigste Voraussetzung für einen Wechsel in den Güterverkehr.

Da sich Personen- und Güterverkehr jedoch in einigen betrieblichen Abläufen unterscheiden, verlangen die meisten Eisenbahnverkehrsunternehmen zusätzliche Einweisungen und Qualifikationen.

Braucht man eine neue Ausbildung?

Eine komplette neue Lokführer-Ausbildung ist normalerweise nicht notwendig. Stattdessen erfolgen ergänzende Schulungen und praktische Einweisungen. Der vorhandene Triebfahrzeugführerschein bleibt weiterhin gültig.

  • Fahrzeugausbildungen für neue Baureihen
  • Streckenkunde für neue Einsatzgebiete
  • Betriebliche Regelwerksunterweisungen
  • Praktische Begleitfahrten
  • Bremsproben und Zugvorbereitung

Welche Qualifikationen werden ergänzt?

Baureihen-Ausbildung

Viele Güterverkehrsunternehmen setzen andere Fahrzeuge ein als Unternehmen im Personenverkehr. Häufig kommen Baureihen wie die BR 185, BR 187 oder BR 193 (Vectron) zum Einsatz.

Bremsprobe und Wagenprüfung

Im Güterverkehr gehören Zugbildung, Wagenprüfung und Bremsproben deutlich häufiger zum Arbeitsalltag. Deshalb werden viele Lokführer in diesen Bereichen zusätzlich geschult.

Streckenkunde

Je nach Einsatzgebiet müssen neue Strecken gelernt und geprüft werden. Die Dauer hängt vom jeweiligen Unternehmen und dem späteren Einsatzgebiet ab.

Wie lange dauert der Wechsel?

Eine pauschale Antwort gibt es nicht. In der Praxis dauert die Qualifizierung für den Güterverkehr häufig nur wenige Wochen.

  • Baureihen-Ausbildung: wenige Tage bis mehrere Wochen
  • Streckenkunde: mehrere Tage bis einige Wochen
  • Betriebliche Einweisung: wenige Tage
  • Praktische Begleitfahrten: abhängig vom Unternehmen

Viele erfahrene Lokführer können bereits nach kurzer Zeit vollständig im Güterverkehr eingesetzt werden.

Warum wechseln viele Lokführer in den Güterverkehr?

Viele Triebfahrzeugführer schätzen die neuen Herausforderungen, moderne Lokomotiven und die attraktiven Entwicklungsmöglichkeiten im Güterverkehr.

  • Einsatz auf modernen Baureihen wie BR 187 und BR 193
  • Neue Karrierechancen
  • Langfristige Perspektiven
  • Abwechslungsreiche Einsatzgebiete
  • Attraktive Verdienstmöglichkeiten

Fazit

Der Wechsel vom Personenverkehr in den Güterverkehr ist für Lokführer meist deutlich einfacher als viele denken. Eine neue Ausbildung ist in der Regel nicht erforderlich. Stattdessen werden ergänzende Fahrzeugschulungen, Streckenkenntnisse und betriebliche Qualifikationen vermittelt.

Wer bereits Erfahrung als Triebfahrzeugführer gesammelt hat, kann häufig innerhalb weniger Wochen in den Güterverkehr wechseln und von neuen Karrierechancen profitieren.

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